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Frauenherzen schlagen anders. Ein Interview mit Univ. Prof. Dr. med. Alexandra Kautzky-Willer

Die Unterschiede im Herz-Kreislauf-System bei Frau und Mann und ihre Auswirkungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Frauen die Todesursache Nummer eins. Dabei bestehen umfassende Präventionsmöglichkeiten – vorausgesetzt, die geschlechtsspezifischen Risikofaktoren sind bekannt und es erfolgt auch eine geschlechtsspezifische Diagnose. Das la pura women’s health resort kamptal – mit seinem gesamten ärztlichen Team sowie seiner wissenschaftlichen Verantwortlichen, Univ. Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer – beschäftigt sich intensiv mit der gendermedizinisch unterschiedlichen Beschwerdesymptomatik und der Darstellung der wichtigsten Risikofaktoren für die Gesundheit der Frauen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in einer Präventionsarbeit, die Ziele erlebbar macht und Motivation auslöst – sie lässt die Frauen hautnah erleben, was sie aktiv tun können, um für sich selbst und ihre Familie gezielt gesund zu bleiben.

UNIV.-PROF. DR. MED. . ALEXANDRA KAUTZKY-WILLER
Fachärztin für Innere Medizin, Endokrinologie, Stoffwechsel und Geriatrie
Professorin des Lehrstuhls für Gendermedizin an der Medizinischen Universität Wien. Wissenschaftliche Verantwortliche des la pura Med Konzepts und der la pura Med Pakete

P: Was sind die wichtigsten Risikofaktoren für die Herz-Kreislauf-Erkrankungen Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche?
Kautzky-Willer: Unter den Frauen hat sich das Bewusstsein für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache Nummer eins in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert. Es ist auf ca. 60 Prozent angestiegen, doch weiterhin unterschätzen viele Frauen ihr eigenes kardiovaskuläres Risiko. Dieser Umstand verhindert, dass sie rechtzeitig Vorsorge betreiben bzw. behandelt werden. Zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf Erkrankungen bei Frauen zählen das Rauchen (vor allem bei jungen Frauen) mit einer fünffachen Steigerung des Risikos, Bewegungsmangel und Übergewicht, vor allem bei Einnahme der Pille. Eher unbekannt ist, dass Diabetes mellitus Typ 2 das Risiko bei ihnen – im Vergleich zu Männern – um mehr als das Zweifache erhöht. Auch Stress und Depressionen wirken sich bei Frauen weitaus stärker auf die Herzgesundheit aus als bei Männern. Weiters bewirkt Bluthochdruck eine rund dreifache und verursachen erhöhte Blutfette eine über zweifache Steigerung des Herz-Kreislauf-Risikos bei Frauen.

P: Welche genderspezifischen Unterschiede gibt es in der Symptomatik?
Kautzky-Willer: Männer leiden häufig an einem Druckgefühl im Brustbereich mit Ausstrahlung in den linken Arm und unter massivem Brustschmerz und Atemnot als Zeichen einer Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (= Angina pectoris). Neben den „klassischen“ Symptomen, die Männer wie Frauen nicht zwangsläufig haben müssen, gibt es unspezifische Symptome: Frauen berichten häufiger über Müdigkeit, einer Abnahme der Leistungsfähigkeit, diffuse Oberbauchschmerzen, Schmerzen im Rücken und Kieferbereich, Übelkeit, Erbrechen, geschwollene Knöchel und Füße sowie Schlafstörungen.
Auch die Gefäßverschlüsse sind oft – aber nicht immer – anders. Bei Frauen werden eher die kleinen Gefäße befallen. Die Verengungen sind diffus und in der Angiografie (in Form einer Engstelle) nur schwer oder gar nicht zu finden. Durch diese unübliche Art der Beschwerden empfinden die Frauen sich selbst nicht als herzkrank und gehen deshalb oft später zum Arzt.

P: Wie wirkt sich das auf die Diagnose und die Therapie aus?
Kautzky-Willer: Oft verzögert sich die Abklärung durch eine Fehldeutung der geschilderten Symptome. Auch ist die klassische Methode zur Diagnose, die Ergometrie (Belastungs-EKG), bei Frauen weniger aussagekräftig, sodass zur ausreichenden Abklärung verschiedene weitere bzw. andere Tests notwendig sind. Das verzögert und erschwert die Therapie, umfassende Prävention gewinnt demnach an Bedeutung. Wichtig sind also das (Er-)Kennen aller Risikofaktoren und deren Vorbeugung.

P: Welche Rolle spielt das metabolische Syndrom?
Kautzky-Willer: Ein metabolisches Syndrom, wenn also mehrere Risikofaktoren zusammen auftreten, ist die häufigste Ursache von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Stoffwechselstörungen wie Typ-2-Diabetes. Es führt zu einer gegenüber Männern stärkeren Risikoerhöhung und sollte bei Frauen, insbesondere nach der Menopause behandelt werden, zunächst durch Gewichtabnahme und vermehrte Bewegung bzw. eventuell medikamentös.

P: Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist Diabetes – von welchen Arten von Diabetes und Stoffwechselerkrankungen sprechen wir hier im Detail?
Kautzky-Willer: Erhöhter Blutzucker (Diabetes mellitus Typ 2) ist ein wesentlicher Treiber von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen. Auch Bewegungsmangel, hohe Blutfettwerte und hoher Blutdruck sind bei ihnen ein stärkerer Faktor als bei Männern. Frauen haben darüber hinaus öfter subtile Entzündungswerte. Die Entzündungsreaktion spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes, aber auch von Atherosklerose.
Das Hormon Östrogen bewirkt einen gewissen Schutz, der allerdings nach der Menopause nachlässt und im Falle von Diabetes schon früher wegfällt. Auch eine Schwangerschaft birgt spezifische Risiken: Sie stellt immer eine Belastung des Kreislaufs dar. Kommt es zu Maladaptionen, zum Beispiel in Form von Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) oder Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) und Schwangerschaftshypertonie, bedeutet das ein zusätzliches Risiko für die Frau und das ungeborene Kind.

P: Worin liegen die wichtigsten Unterschiede in der Diabetes-Früherkennung von Frau und Mann?
Kautzky-Willer: Ausschlaggebend für die Feststellung ist meist der Nüchtern-Blutzuckerwert. Dieser ist bei Männern schon früh erhöht, Frauen weisen hingegen im Anfangsstadium öfter eine gestörte Glukosetoleranz ohne sonstige Auffälligkeiten auf. Der Goldstandard für die Diagnose bei Frauen ist ein Zuckerbelastungstest, der den Zwei-Stunden-Blutzuckerwert analysiert und die Glukosetoleranz ermittelt. Je nach Wert erkennt man, ob ein Frühstadium (gestörte Glukosetoleranz) oder ein manifester Diabetes vorliegen. Als diagnostisches Kriterium für einen manifesten Diabetes mellitus gelten ein Nüchternblutzucker von über 126 mg/dl an zwei Tagen oder ein Zwei-Stunden-Glukosewert von über 200 mg/dl. Ein erhöhtes Diabetesrisiko besteht, wenn der Nüchternblutzucker über 100 mg/dl, aber unter 126 mg/dl beträgt oder ein Zwei-Stunden-Glukosewert von über 140 mg/dl, aber unter 200 mg/ dl vorliegt. Werden diese Werte nicht getestet, fällt die bei Frauen so wichtige Früherkennung weg. Denn wie die großen Präventionsstudien deutlich zeigen, können durch die Erkennung eines Vorstadiums die Entwicklung eines Diabetes verhindert und Folgeerkrankungen durch entsprechende Lebensstilmaßnahmen eingedämmt werden.

P: Wie werden Stress und Depression als Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen eingestuft?
Kautzky-Willer: Bei Frauen sind Stress (zumindest dreifache Steigerung) und Depression (zwei- bis dreifache Steigerung) besonders ernstzunehmende Risikofaktoren. Dies gilt sowohl für Frauen unter 45 wie auch für ältere Frauen nach dem Wechsel. Demgegenüber stehen bei Männern eher die körperliche Belastung und der Stress am Arbeitsplatz als Auslöser eines Herzinfarkts im Vordergrund. Frauen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind häufig auch depressiv – und vice versa.

P: Welche Maßnahmen können präventiv gesetzt werden?
Kautzky-Willer: Die wichtigste präventive Maßnahme sind das Kennen der eigenen Risikofaktoren und darauf abgestimmte Änderungen des Lebensstils: mehr Bewegung im Alltag, gesünder essen und trinken, dauerhaft aktiv bleiben, den Nikotinkonsum einstellen, Stress reduzieren und medizinische Tests machen lassen, wie etwa die Bestimmung der Blutfette und des Blutdrucks sowie einen Zuckerbelastungstest, um das Diabetesrisiko richtig einschätzen zu können. P

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